NULL TOLERANZ – ein Gericht in Midtown Manhattan

DLRK 2002
54 Min
Regie: Klaus-Michael Klingsporn

„Da war aber einer, der hieß Josua und wurde König. Und sie suchten und fanden die Gesetzbücher, die verlorengegangen waren, in allerlei Unrat. Und Josua sagte: ‚Lies mir aus dem Gesetz‘ und dann: ‚Was sollen wir tun?‘. Und er zog durchs Land, riss alle Tempel fremder Götter nieder und ließ alle Priester töten, die nicht dem einen Gott dienten. Grausam und gräßlich war das, aber es brachte Ordnung, Frieden und Recht zurück ins Land.“

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Anfang dieses Jahrtausends war Mayor Rudolph W. Giuliani der Josua von New York. Zero-Tolerance, Big Apple’s großes Reinemachen befahlen er und sein Polizeipräsident. Und das Konzept ging auf. Nur um welchen Preis? – Portrait des Midtown Community Court (MCC), eines Gerichts zur Behandlung von Armut, Aggressivität und Verstößen der „dangerous classes“ gegen die öffentliche Ordnung in Midtown Manhattan New York.

Bis Anfang des neuen Jahrtausends war New York für mich jedesmal überraschend und erfrischend neu eine Radio-Recherche-Reise wert!

Die Recherchen zu dem Feature wurden von der RIAS Stiftung gefördert.

fucking police NYPD

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Veröffentlicht unter 25 Reportagen, Demokratie, In voller Länge, Städte
2 Kommentar auf “NULL TOLERANZ – ein Gericht in Midtown Manhattan
  1. helmut kopetzky sagt:

    “Null Toleranz” hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Eine vibrierende Sendung (Klingsporn und die Sprecher haben ihren jeweiligen Anteil daran). Kluger Text, spannende Recherche, im guten Sinn ausgewogene Grundhaltung bei erkennbaren Präferenzen des Autors, unaufdringliche aber wirksame Sound-Musik-Teppiche – alles passt zusammen.
    Helmut Kopetzky

  2. Faes Urs sagt:

    Und dann ist da noch Nulltoleranz. Da schlägt (inhaltlich) geradezu in die Magengrube, so gut ist das gemacht: da wird Schritt für Schritt eine faschistoide Mentalität entlarvt bis an die Schmerzgrenze, wo man es nicht mehr aushält als aufgeklärter Mensch diese US-Bürgerwehr-Mentalität om O-Ton zu vernehmen. Sehr gefallen haben mir, neben der ausgeklügelten Montage, dem Sound, vor allem deine kleinen genauen Situationsbeschreibungen, der Wind vom Hudson, die Hochhauslandchaften, die gläsernen Zellen. Das erzeugt eine beschreibende Sinnlichkeit, die wirkt, durchaus noch breiter sein könnte. Denn du schaffst da kleine Miniaturen, inmitten von Sound und O-Ton…

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